Kaufberatung, Quad

Quad fahren mit welchem Führerschein? Das musst du wissen

29. September 2026

Quad, ATV oder Straßenverkehr – warum die Führerscheinklasse zählt

Du willst dir ein Quad zulegen oder erst mal reinschnuppern, bevor du dich entscheidest? Dann kommst du an einer Frage nicht vorbei: Welchen Führerschein brauchst du eigentlich, um damit legal unterwegs zu sein? Die Antwort hängt vor allem davon ab, wie stark dein Fahrzeug motorisiert ist und wie alt du bist. Genau hier setzen die Regelungen an, die der ADAC für die Führerscheinklasse AM beschreibt – und die betreffen nicht nur Roller und Mopeds, sondern eben auch kleinere Quads und Leichtkraftfahrzeuge, die unter diese Klasse fallen.

Was die Klasse AM erlaubt

Mit der Führerscheinklasse AM darfst du laut ADAC Kleinkrafträder mit maximal 50 Kubikzentimetern Hubraum bei Verbrennungsmotoren, 4 kW Dauer-Nennleistung bei Elektroantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h fahren. Darunter fallen zweirädrige und dreirädrige Krafträder sowie vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge, sogenannte Minicars, mit einer Leermasse von maximal 425 Kilogramm. Für dich als Einsteiger heißt das: Ein kleines, leistungsschwächeres Quad oder ein vergleichbares Leichtkraftfahrzeug kann durchaus schon mit der Klasse AM gefahren werden, sofern es innerhalb dieser technischen Grenzen bleibt.

Besonders interessant für Familien mit jüngeren Fahrern: Den AM-Führerschein kann man laut ADAC bundesweit bereits mit 15 Jahren machen. Wichtig dabei ist eine Einschränkung, die viele nicht auf dem Schirm haben. Wer die Klasse AM schon mit 15 erwirbt, bekommt zusätzlich die Schlüsselzahl 195 eingetragen. Diese bedeutet, dass bis zum 16. Geburtstag ausschließlich in Deutschland gefahren werden darf. Fahrten ins Ausland sind mit 15 also tabu, selbst wenn der Führerschein grundsätzlich gültig ist. Erst mit 16 fällt diese Einschränkung weg.

Für wen lohnt sich das?

Für wen lohnt sich das? Vor allem für Jugendliche und junge Fahrer, die noch keinen Autoführerschein machen dürfen, aber trotzdem mobil sein wollen, sei es für den Weg zur Schule, in die Ausbildung oder einfach für erste Fahrerfahrung im überschaubaren Rahmen. Auch für alle, die sich ein kleineres, leichteres Fahrzeug für den Einstieg wünschen, ohne gleich die volle Motorradprüfung ablegen zu müssen, ist die Klasse AM ein guter Ausgangspunkt. Wer später auf ein leistungsstärkeres Quad oder ATV umsteigen möchte, braucht dafür allerdings eine höhere Führerscheinklasse, da die Grenzen von 50 ccm, 4 kW und 45 km/h bei den meisten größeren Modellen deutlich überschritten werden.

Erste Fahrpraxis sammeln, bevor es losgeht

Du willst erst mal testen, wie sich das Fahren überhaupt anfühlt, bevor du dich für ein Fahrzeug entscheidest? Genau dafür gibt es Verkehrsübungsplätze wie den des ADAC Saarland in Saarbrücken-Dudweiler. Dort kannst du laut ADAC Saarland ganz ohne Führerschein üben, allerdings unter klaren Voraussetzungen. Für Leichtkraftfahrzeuge der Klasse AM mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und nicht mehr als 500 Kubikzentimetern gilt dort ein Mindestalter von 14,5 Jahren. Wichtig ist außerdem, dass immer eine Begleitperson dabei sein muss, die die passende Fahrerlaubnis bereits seit mindestens zwei Jahren besitzt und während der gesamten Übungsfahrt in unmittelbarer Nähe des Übenden bleibt. Für Zweiräder gilt zudem Helmpflicht, und Kinder unter 15 Jahren dürfen laut Platzordnung generell nicht mitfahren, da für sie innerhalb der Anlage kein Versicherungsschutz besteht.

Die Nutzung des Übungsplatzes kostet für ADAC-Mitglieder 20 Euro inklusive Begleitperson und Haftpflichtversicherung, für Nichtmitglieder 25 Euro. Eine weitere übende Person kommt für 10 Euro extra dazu. Trainiert werden können dort unter anderem Slalomfahren, Berganfahren, Einparken, Rückwärtsfahren und das Verhalten im Kreisverkehr, alles Übungen, die dir helfen, ein Gefühl für dein Fahrzeug zu entwickeln, bevor du damit im echten Straßenverkehr unterwegs bist. Eine Voranmeldung ist laut ADAC Saarland nicht nötig, du kannst einfach zu den Öffnungszeiten vorbeikommen. Diese sind je nach Wochentag unterschiedlich, mittwochs gibt es im Rahmen eines Sommer-Specials sogar verlängerte Zeiten mit letzter Einfahrt um 18:15 Uhr.

Worauf du wirklich achten solltest

Worauf du beim Kauf oder vor dem ersten Ausritt achten solltest: Zulassung, Führerscheinklasse und wofür du das Fahrzeug tatsächlich nutzen willst. Ein kleines Quad im AM-Rahmen reicht für gemütliche Runden und den Einstieg, für sportlichere Ausflüge ins Gelände oder größere ATV- und UTV-Modelle brauchst du in der Regel eine höhere Führerscheinklasse, da diese Fahrzeuge die Leistungs- und Geschwindigkeitsgrenzen der Klasse AM meist deutlich sprengen. Informiere dich am besten frühzeitig, welche Klasse für dein Wunschfahrzeug tatsächlich nötig ist, damit es beim Kauf keine bösen Überraschungen gibt.

Jetzt beraten lassen

Du bist dir noch unsicher, welcher Führerschein zu deinem Wunschfahrzeug passt oder welches Quad überhaupt zu deinen Plänen passt? Im Quadcenter Kehrt beraten wir dich gern persönlich, egal ob du gerade erst überlegst, einzusteigen, oder schon genau weißt, wohin die Reise gehen soll. Frag einfach eine Probefahrt an oder informiere dich zu unseren Mietmodellen, wenn du erst mal unverbindlich testen willst. Und sobald du dein Fahrzeug hast, kümmern wir uns in unserer Fachwerkstatt um den kompletten Rundum-Service, von der Wartung bis zur TÜV-Abnahme.

Quellen

QUADCENTER KEHRT
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Die Quad-Profis aus Enkenbach-Alsenborn.
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